Langsamer Abschied von domainFACTORY

Nach dem Verkauf von domainFACTORY an HEG im Oktober 2013 hat es sich schon langsam abgezeichnet, das es entgegen der Beteuerungen der ehemaligen Geschäftsführer: 

Zitat von Sara Marburg: „Hallo zusammen, domainFACTORY wird als eigenständiges Unternehmen weiterhin bestehen – mit Sitz, Philosophie und Rechenzentrumsflächen wie bisher….“

leider doch nicht so weitergehen wird wie bisher. Aus dem ehemaligen „Hosting made in Germay“ wird ein Hosting im HEG datadock in Frankreich und dem Fähnchen der weiterhin geltenden deutschen Datenschutzbestimmungen.

Gerade nach Snowden und dem kippen von Safe Harbor finde ich es sehr schade, das domainFACTORY damit ein für mich essenziell wichtiges Kriterium für mein Webhosting nicht mehr erfüllen kann und ich damit Anfang 2016 nach über 12 Jahren meine Geschäftsbeziehung aufkündigen werde.

Das deutsche Rechtssystem ist alleine schon kompliziert genug, da habe ich weder Zeit noch Lust mich auch noch mit dem französischen Recht herumzuschlagen, denn neben Datenschutz gibt es ja auch noch andere Themen die greifen, wenn der Server in Frankreich steht statt in Deutschland, wie z.B. die uneingeschränkten Überwachungsrechte des Französischen Geheimdienst.

Die Meinungen zum Umzug im Kundenforum sind größten Teils sehr negativ, das wird das Unternehmen allerdings nicht von diesem Schritt abhalten und man nimmt bewusst den Verlust einiger Kunden in Kauf.

Wenn erst einmal die Technik bei HEG zusammengeführt ist steht auch einer weiteren Konsolidierung von Personal, Callcenter, etc. wenig entgegen, von daher würde ich mal davon ausgehen, das die einzelnen Marken unter dem HEG Dach nach und nach verschwinden werden daher wird es Zeit jetzt zu gehen.

Zum Glück habe ich bereits vor zwei Jahren damit begonnen meine über 60 Domains nach und nach auf einen Domainprovider zu verlagern, so das ich nun recht einfach zu einem anderen Provider wechseln kann.

Eigentlich wollte ich mein Hostingpaket bei domainFACTORY erweitern um den gesteigerten Anforderungen gerecht zu werden, aber das Geld wird zukünftig ein neuer Partner verdienen.

 

13 Gedanken zu „Langsamer Abschied von domainFACTORY“

  1. Hast Du denn schon eine Alternative gefunden?
    Ich kenne die Firmenverflechtungen nicht im Detail, aber wir haben in Deutschland noch einige andere zuverlässige Webhosts mit akzeptablen Preisen, etwa Mittwald oder All-Inkl.com. Oder wandern die jetzt alle ins Ausland?

    1. Ich habe schon eine lange Liste mit möglichen Alternativen und werde jetzt erstmal meine Anforderungen festlegen und dann entsprechend vergleichen.

  2. Ja, leider traurig, wie sich df zuletzt entwickelt hat. Und Strato reagiert prompt mit einem Blogeintrag zum Serverstandort Deutschland… Dabei hinken die „Großen“ doch leider alle hinterher. Ich kann nur empfehlen, bei der Wahl des neuen Hosting-Anbieters auch darauf zu achten, dass die Domains IPv6 und DNSSEC unterstützen, um auf dem „aktuellen Stand der Technik“ zu sein. Zu DNSSEC gehört dann natürlich auch gleich DANE für den sicheren Mailtransport. Wenn du dann ein SSL-Zertifikat (LetsEncrypt startet bald) mit HSTS und HPKP nutzt, klappts auch mit dem SSL-A+ Rating und Google liebt das 🙂

      1. Naja der Markt an DNSSEC-Anbietern ist in Deutschland leider noch recht überschaubar, hier verharren die meisten größeren Anbieter in „wir behalten das im Blick“-Stellung und dann passiert jahrelang nichts – kennt man ja von df, dort gibt es auch schon ewig die Anfrage im Forum… Schau mal bei heise.de, da gab es zum DNSSEC-Day eine Liste mit einigen Anbietern… Falls du noch weitere Kriterien suchst: Ein guter Hoster sollte meiner Meinung nach auch IP-Adressen in Logfiles anonymisieren, die Mails nicht automatisch unter dem Vorwand „Spamschutz“ durchleuchten (dafür aber z.B DKIM unterstützen) und natürlich persönlichen Support und keine Callcenter-Hotline anbieten. Dann keine kritischen/unsicheren Techniken mehr unterstützen (z.B. SSLv3-Poodle, veraltete PHP-Versionen, für die es keine Security-Patches mehr gibt -dafür aber frühzeitig neue Versionen wie PHP 5.6 oder demnächst 7)… 🙂 Am Besten nach dem Ausschlussverfahren mit den für dich wichtigen Punkten die Heise-Liste durchgehen und zusätzlich nach weiteren Anbietern suchen…

  3. Und dann schreiben die Jungs von DF auch noch ganz frech: Man kann ja nun für 9,90€ mehr die Option „Hosting in Deutschland“ kaufen. Der Betrag ist für den Betrieb eines RZ in Deutschland, darum auch Mehraufwand. Hätten die nicht einfach hier bleiben können? Oder ist Host Europe das deutsche Datenschutzgesetz zu kompliziert? Oh man…

  4. Frage:
    Wie weit seid Ihr hier mit eurer Evaluation gekommen, können wir mal mögliche neue Hostingpartner auflisten? Welche Leistungen schweben euch so vor? Ich hätte gerne
    – DomainFactory Managed Server Leistungen
    – Die Wahl aus PHP 7.x, 5.6.x, 5.3.x
    – Die Wahl aus MySQL latest stable, Maria DB latest stable und PostGreSQL latest stable
    – Anderes Quota Management (entkoppelt von SSH Zugängen)
    – Die Möglichkeit beliebige Applikationsserver laufen zu lassen (z.B. Rails, Django, usw. usf.)
    – Die Möglichkeit ein git lab laufen zu lassen.
    … worauf würdet ihr noch achten?
    … haltet ihr es sinnvoll Domains zu einem Domain-Provider umzuziehen?

    Zur Evaluation stehen hier:
    – hetzner
    – rackspace
    – mittwald
    – jweiland
    … was könnt ihr noch vorschlagen?

    Rant:
    Frech wäre: Gegen AUFPREIS in München bleiben.
    Frecher ist: Gegen AUFPREIS nach Köln umziehen zu müssen.
    Noch Frecher ist: Den Kunden kein offizielles (das gibt es aber DF äußerst sich anders) Sonderkündigungsrecht einzuräumen, da man den Standardort nach außerhalb von Deutschland verlegt
    Es wäre frech genug, wenn man für München als Standardort extra zahlen könnte/müsste.

    1. jweiland ist nach meinem Kenntnisstand Reseller/Partner von DF
      Ich hatte gerade webhostone getestet, aber noch keine entgültige Entscheidung getroffen.
      Hetzner empfehle ich häufig meinen Kunden. Von Mittwald wurde mir abgeraten – zu wenig und zu langsame Datenbankzugriffe in den Hosting Paketen – betrifft nicht die Server-Pakete.
      Netcup steht noch auf meiner Liste zum Testen.

      1. Bin mit Mittwald mittlerweile zufriedener als mit Hetzner.
        Viel besseres und moderneres Kundeninterface. Noch direkterer Support am Telefon und per Email.
        Alles sehr entgegenkommend und kommunikativ. Schnell und einfach an Kunden zu empfehlen und/oder zu übergeben.

        Datenbanken laufen auf SSDs

        Gruß

    2. ich würde hier noch Contabo in den Raum werfen. Habe bis jetzt ganz gute Erfahrungen mit denen gemacht. Serverstandort München und Nürnberg.

  5. Vielen Dank Frau Lange,

    @jweiland, Reseller von DF hilft natürlich nicht, das sind wir selbst zur Zeit.

    Bei Hetzner weiss ich eben nicht wie kritisch das DDOS-Null-Routing Problem ist.

    Kann jemand positiv/negativ zu Netcup berichten?
    Selbe frage zu Rackspace.

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