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Rückblick und Visionen zum 16. BlogGeburtstag

Heute vor 16 Jahren, am 12.07.2004, ist der erste Artikel auf diesem Blog erschienen, eine gute Gelegenheit mal einen Blick zurückzuwerfen und aus dieser Rückschau einige Prognosen für die Zukunft zu treffen.

Damals war ich noch OS/2 Anwender und hatte einen Pentium PC, nur wenige Tage nach dem ersten Beitrag habe ich meinen ersten Mac gekauft, ein gebrauchtes PowerBook G4 12“ aus 2003, damals auf eBay gekauft für 1128,99 EUR. Nach dem iPod begann damit mein Wechsel von OS/2 zu Mac OS X, den ich bis heute nicht bereut habe.

Das PowerBook G4 hatte damals einen Geekbench Score von 537, ab Februar 2006 war ein PowerMac G5 mein Hauptrechner, mit einem Geekbeench Score von 1.700, seit Januar 2014 habe ich einen MacPro 2013, dieser hat im Geekbeench v2 einen Score von 11.000, d.h. von 2003 bis 2014 eine Steigerung um das mehr als 20 fache. Wenn ich den Geekbench v5 Multi Core Score meines MacPro 2013 von ca 3.250 mit eine aktuellen MacPro oder IMac Pro mit einem Benchmark von ca. 12.000 vergleiche ist dies eine weiter Steigerung um das ca. 3,7 fache. Wenn man meinen Mac von 2004 als Basis nimmt, bedeutet dies seit 2003 eine Steigerung in der Leistung, um das knapp 75 fache. Wenn ich dies ins Jahr 2030 extrapoliere, wird ein Rechner dann mindestens die 680 fache Leistung meines PowerBook von 2003 haben, bzw. über 33 mal so schnell sein wie mein noch immer aktuell in Nutzung befindlicher MacPro 2013, bzw. konkret einen Geekbench v5 von ca. 100.000 aufweisen :-o.

2004 war mein Auto ein Peugeot 206 Baujahr 1998, dieser hatte noch keinerlei Assistenzsysteme, immerhin hatte er schon eine manuelle Klimaanlage und elektrische Fensterheber, das Auto wird heute im Sommer immer noch von meiner Mutter gefahren. Im Jahr 2006 habe ich einen Peugeot 307 CC gekauft, damals als Diesel schon mit Rußpartikelfilter, da es das „sauberste“ Model war. Der Plan war es, diesen nach drei bis vier Jahren gegen ein Hybrid zu ersetzen, aber leider ist dieser bei Peugeot nie als CC erschienen. Daher hat mich der 307 CC bis März diesen Jahres über 14 Jahre begleitet. Der 307 hatte immerhin einen einfachen Tempomat und eine Klimaautomatik sowie CD Player und AUX Eingang für mein iPod / iPhone. Seit März habe ich nun ein Tesla Model 3, ein Elektroauto mit der Option auf volles autonomes Fahren. Die Entwicklung seit 2004 ist enorm und das Model 3 bekommt regelmäßige Updates (ca. alle 2..4 Wochen) und wird damit ständig besser, z.B. konnte es im März noch nicht die Seitenkameras beim Fahren anzeigen, das geht jetzt. Weiterhin kann der „Autopilot“ mich auf dem Militärring in Köln, wenn ein anderes Auto vorausfährt und an den Ampeln stoppt, ohne Eingriff von Bocklemünd bis zum Bonner Verteiler fahren. Schon seit fünf Jahren bin ich davon überzeugt, dass bis 2025 die ersten Autos komplett Autonom fahren werden, erste Pilotprojekte von Waymo und MobileEye sowie Tesla gibt es bereits und ich gehe fest davon aus, das es in 2030 zum Standard bei Neufahrzeugen gehören wird. Ebenso wird die Elektromobilität in den nächsten 10 Jahren die Verbrenner bis auf wenige Nischen ablösen. Wer einmal elektrisch gefahren ist, für den ist jeder Verbrenner irgendwie kaputt.

Meine Internetanbindung war im Jahr 2004 immerhin schon eine 1 Mbit/s DSL Leitung von NetCologne, heute sind es immerhin 50 Mbit/s, allerdings sind auch schon 1000 Mbit/s verfügbar, wenn ich diese Steigerung ins Jahr 2030 extrapoliere, sollten dann Bandbreiten von über 50 Gbit/s verfügbar sein :-o.

Im Jahr 2004 habe ich noch mit einem Nokia 6210 telefoniert, das iPhone war noch nicht erfunden, und mich hat dazu ein Palm PDA als Kalender und Adressbuch ständig begleitet, erst im Juni 2005 habe ich mit dem Palm Treo 650 mein erstes Smartphone gehabt, dieses habe ich damals schon mit TomTom als Navi benutzt. Im August 2008 habe ich mir dann ein gebrauchtes iPhone 1 gekauft und den Palm Treo ersetzt. Seitdem begleitet mich das iPhone und wird ca. alle 2…3 Jahre aktualisiert, aktuell habe ich ein iPhone X mit 256GB, dieses wird im Herbst durch ein aktuelles ersetzt werden. Das Nokia 6210 konnte damals mit maximal GPRS 56kbit/s Daten empfangen und der Palm Treo hatte 32MB Speicher. Mein iPhone X hat heute 256GB Speicher und kann mit LTE bis zu 150Mbit/s Daten empfangen. Wenn man diese Entwicklung nach 2030 extrapoliert haben Smartphones dann über 300TB Speicher und können Daten mit über 50Gbit/s empfangen. Die Leistungsfähigkeit der CPU im Smartphone liegt heute schon über der der Rechner von 2004, im Jahr 2030 wird die Rechenleistung des Smartphones mehr als die des heutigen MacPro 2019 betragen.

Schon seit 2009 habe ich einen Staubsauger Roboter, dieser saugt autonom meine Wohnung, wenn ich nicht da bin, einzig der Staubbehälter muss regelmäßig geleert werden, aber hier gibt es mittlerweile auch schon Modelle, die dies selber machen. Ich gehe davon aus, das Assistenzroboter im Haushalt im Jahr 2030 ganz normal sind, und diese dann Tätigkeiten wie Geschirrspülen, Küche aufräumen und Bad putzen oder Betten machen übernehmen werden. Und auch einfache Rezepte werden diese Kochen können. Dies wird besonders für ältere Menschen eine enorme Erleichterung im Alltag sein. 

Im Jahr 2004 hatte ich noch einen 80cm PAL Röhrenfernseher, dieser ist erst spät durch ein FullHD 1080p Plasma Flatscreen abgelöst worden, heute gibt es die ersten 8k Geräte. Im Jahr 2030 werden Fernseher im herkömmlichen Sinn keine Rolle mehr spielen, jedes Smartphone/Notebook wird einen Beamer integriert haben und man kann so einfach ein Bild an die nächste Wand projezieren. 

Auch 2004 habe ich schon zu 100% Ökostrom konsumiert, damals war allerdings der Anteil im deutschen Strommix erst bei knapp 10%, heute sind wir bereits bei fast 50%, bis zum Jahr 2030 müssen wir bei 100% Erneuerbare Energien sein, damit der Klimakollaps verhindert werden kann. Hierzu sollte auch gehören, dass in 2030 kein Neubau mehr ohne PV-Anlage und Akkuspeicher gebaut werden darf. Die Energieversorgung der Zukunft ist Wind, Wasser und Sonne und erfolgt so Lokal wie möglich.

Jobmäßig habe ich mich seit 2004 vom Plattformentwickler über den Plattformmanager hin zum heutigen Information Security Officer entwickelt. Damals war ich für die Integration einzelner Softwarekomponeten verantwortlich, habe dann die Verantwortung für die Endgeräteplattform übernommen und bin heute im Team mit 8 Kollegen für die Informationssicherheit des gesamten Versicherungskonzerns mit fast 10.000 Mitarbeitern verantwortlich. Ich bin aktuell mit meinem Arbeitgeber und Kollegen sehr glücklich, die Herausforderungen im Bereich der Informationssicherheit werden sicher auch in den nächsten Jahren nicht weniger, von daher fällt es mir hier schwer eine Prognose für 2030 zu stellen, mich würde es aber nicht wundern, wenn ich auch dann noch in diesem Bereich tätig bin. Vielleicht ist der Bereich bis dahin weiter gewachsen und ich habe die Verantwortung für einen Teilbereich.

Privat wohne ich wie 2004 noch immer in Köln-Rodenkirchen, zum selben Mietpreis, dies empfinde ich als unglaublichen Glücksfall. Seit 2008 bin ich allerdings auch Besitzer einer vermieteten Immobilie. Gerne würde ich selber in ein Haus umziehen und mich energetisch mit einer PV-Anlage selber versorgen, aber aktuell sind die Immobilienpreise sowas von Abgehoben, dass ich es nicht einsehe, zu diesen Preisen etwas zu kaufen. Ich hoffe, dass sich dies bis 2030 ändert und die Preise runtergehen, bzw. die aktuelle Wirtschaftskrise hier zu einer „Normalisierung“ führt.

Und dann war da noch WordPress, 2004 bin ich hier mit Version 1.2, knapp ein Jahr nach dem erstmaligen erscheinen, gestartet. Damals gab es noch keine automatischen Updates, aber seitdem habe ich hier alle Updates mitgemacht, vier mal das Theme gewechselt und so manches Plugin eingespielt und auch teilweise wieder gelöscht. Bis heute hat WordPress hier immer reibungslos funktioniert und dank regelmäßiger Updates gab es bisher auch keinen Sicherheitsvorfall. Seit 2011 bin ich in der WordPress Community unterwegs und habe hier viele neue Freunde gefunden, leider sind die persönlichen Begegnungen dieses Jahr dank Covid-19 stark eingeschränkt und viele Veranstaltungen finden nur Online statt. Ich hoffe das sich das demnächst wieder ändern wird und freue mich darauf im Jahr 2030 den 27. Geburtstag von WordPress feiern zu können, denn ich denke das sich die Plattform dank der weiten Verbreitung und starken Community weiter gut entwickeln wird.

Soweit mein Rückblick auf 2004 und Vorhersagen für 2030, welche Visionen für die Zukunft hast Du?

Finally – Firestarter – My Tesla Model 3 – has landed :-D

Aber fangen wir von vorne an, als Tech-Nerd verfolge ich Elon Musk schon seit seinen den PayPal Zeiten und dementsprechend auch Tesla quasi von Anfang an. Als  2012 dann das erste Model S ausgeliefert wurde war klar, die Zukunft der Automobilität ist elektrisch und ich wollte lieber jetzt als gleich den Diesel in Rente schicken. Aber

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Don’t Panic!

The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy ist gerade unter IT-Affinen Menschen ein gern gelesenes Buch und jeder weis, dass auf dem Umschlag in großen Buchstaben die Aufschrift „DON’T PANIC!“ steht. Dies möchte ich dieser Tage auch immer mehr Mitmenschen zurufen, die aufgrund der „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ durch SARS-CoV-2 so langsam in Panik verfallen.

Leider werden wir in den nächsten Monaten allerdings auf Grund von Vorsichtsmaßnahmen auf eine Menge Veranstaltungen verzichten müssen und ich befürchte auch, dass darunter eine große Anzahl WordCamps sein wird, die nicht stattfinden werden, was sehr bedauerlich ist. Als WordPress Community sind wir dank Slack, Hangout, Zoom und anderer Tools ja schon heute gut online vernetzt und können uns so jederzeit treffen und die Zeit nutzen, um uns noch besser zu vernetzen und auszutauschen.

Ich werde mich durch Medien und Mitmenschen nicht verrückt machen lassen, beachte Hygienehinweise und gehe meinem normalen Leben nach.

WordPress Community Burnout?

Ich nutze WordPress mittlerweile seit über 15 Jahren und bin 2011 auf dem WordCamp in Köln das erste Mal mit der Community in Kontakt gekommen. Damals war sie noch recht klein und übersichtlich, es gab in Deutschland einmal im Jahr ein WordCamp und noch so gut wie keine Meetups. Danach gab es zwei Jahre lang das WPCamp in Berlin, und 2014 das erste WordCamp Hamburg, das als erstes deutsches WordCamp, das zusammen mit dem Global Community Team organisiert wurde. Hier gab es auch das erste Mal einen Contributor Day in Deutschland und dieser hat einen enormen Schub in der Community verursacht. Im folge Jahr, gab es bereits 2 WordCamps und in 2016 sogar vier. Das ganze gipfelte 2019 in der Ausrichtung des WordCamp Europe in Berlin, mit über 2700 Teilnehmenden, das größte WordCamp weltweit.

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14 Jahre her.ein.de

Heute vor 14 Jahren ging dieses Blog mit WordPress v1.2 an den Start. Damals hat es meine selbst gestrickte HTML/CSS PHP WebSite abgelöst und lässt mir seitdem die Möglichkeit mit einem modernen einfachen CMS meine Inhalte zu veröffentlichen.

Vor 7 Jahren war ich dann das erste mal auf einem WordCamp, damals das WordCamp Cologne 2011 noch von Inpsyde organisiert und brachte mich das erste mal mit der WordPress Community in Kontakt.

Seitdem bin ich in dieser wundervollen Community immer mehr involviert und betreibe mittlerweile eine zweistellige Anzahl an WordPress Installationen.

Auch wenn es hier in letzter Zeit recht ruhig ist, hoffe ich in Zukunft wieder etwas mehr Zeit zu finden um hier Themen die mich aktuell beschäftigten zu verbloggen.

Also auf das nächste Jahr 👍